Mittwoch, 12. September 2007

Riga von oben und meine erste eigene Vorlesung.

Blick aus unseren Küchenfenster
auf das Gebäude meiner Microeconomics Vorlesung

Am Dienstag Mittag hatte ich meine erste Vorlesung die Jan nicht belegt(Microeconomics). Da ich noch nicht wuste in welchem der Gebäude hier aufm Campus neben dem Wohnheim die Vorlesung statfindet, bin ich erstmal rumgeirrt und habe die passende Hausnr gesucht, es stellt sich rauß, es war das Gebäude genau neben uns, mit der Cafeteria drin. Im Gebäude bin ich ebenfalls rumgeirrt, anfangs Stimmte nur das Stockwerk. In Lettland wird das Erdgeschoss schon 1 Stock genannt und somit war der Raum 316 nach unseren Begriffen im 2 Stockwerk. Ich wollte erst schon aufgeben und gehen, hatte den Raum 315 und 317 gefunden aber nicht 316. Mit Glück hatte ich den Raum dann doch noch gefunden, war kaum sichbar in der Ecke von einen Flur mit Edding gekennzeichnet. Ich war froh als der Prof dann aufgetaucht ist und den miniraum aufgeschlossen hat.
Anfangs war ich allein mit dem Prof, nach einiger Zeit ist eine weitere Person die ich nicht erwartet hätte noch aufgetaucht. Es war Shawn, der Amerikaner aus unserem Nachbarzimmer. Der Prof meinte es könnten bis zu 15 Leute werden, im Endeffekt wurden es aber nicht mehr. Für eine kurze Zeit war noch ein Mädchen anwesend, die zwar im richtigen Kurs (laut Stundenplan) war, aber durch nicht vorhandene English Kenntnisse ein wenig aufgeschmissen war.

Ein Flur im Gebäude vom oberen Bild.

Wir sollten heute nochmal das International Office besuchen, um weitere Infos zu unseren Kursen und unsere Stundentenausweise zu bekommen. Wir sind wie immer mit den Trolleybus über die Daugava gefahren, haben aber diesmal den Weg durch die Parkanlagen in der Mitte der Stadt gewählt. Die Parkanlagen in Riga sind sehr gut gepflegt und wie die Stadt sehr sauber.
Angekommen haben wir gemerkt das der Besuch sich nicht gelohnt hat, wir haben keinerlei Infos bekommen und wurden auf nächste Woche vertröstet.

Im RTU Gebäude haben wir Hans getroffen ( einen weiteren deutschen der auch im Kipsala Wohnheim wohnt).
Wir hatten erst vor in die Aussichtsplatform einer Kirche zu gehen, nachdem sie am Montag zu hatte, sind dann von den 2 Lats Eintritt abgeschreckt worden.
Panorama Cafe im Reval Hotel Latvija

Wir fanden es eine bessere Idee ins noch höher gelegene Panorama Cafe vom Reval Hotel zu gehen. Dort würde wir wenigstens etwas für unser Geld bekommen. Angekommen sind wir mit einen Panorama Fahrstuhl in den 26 Stockwerk des Gebäudes gefahren und haben uns einen schönes Platz am Fenster gesucht. Dieses Cafe ist sehr zu empfehlen, es ist schön eingerichtet und bietet einen atemraubenden Ausblick über Riga. In dieser Stadt gibt es keine anderen ausblickstörenden Wolkenkratzer.
Die Preise waren wiedererwarten recht Human, wir hatten uns Schweppes Ginger Ale für 1,20 Lats bestellt. Jan hat eine Zeit mit Fotografieren verbracht, aber leider sind einige Bilder nichts geworden durch die reflexierenden Sonne in der Scheibe. Es war bestes Wetter mit viel Sonne. Man konnte sogar das Meer erkennen.
Die Bilder mit den schönen Panoramasichten werde ich bei den nächsten Posts einstreuen.
Wir erblickten von hier oben ein interessant aussehendes Gebäude welches von Hans als Wirtschaftsakademie bezeichnet wurde. Jan und ich beschlossen dorthin zu gehen damit er Bilder machen kann und ich wollte noch zum Einkaufszentrum neben dem Hauptbahnhof (Stockmann). Hans hatte sich richtig Internetcafe aufgemacht.
Kurz vor den Hauptbahnhof entdeckte ich einen Fotoladen. Ich brauchte noch ein Foto für mein Lettisches Visa und wollte es eben erledigen.
Leider konnte keiner im Laden English und ich mußte mich mit Händen und füßen verständigen. So kam es das ich anstatt den Bildern die in 5 min fertig wären die paar cent günstigere Bilder gewählt habe die einen Tag benötigen.
(Ich hatte leider keinen Passbildautomaten gefunden).

Die Wirtschafsakademie?
Nachdem Jan mit den Fotografieren der Wirtschaftsakademie fertig war sind wir noch an Rigas Großmarkt vorbeigekommen, der sich in und um große ehemalige Zeppelinhallen ausbreitet. Leider hatte dieser gerade geschlossen und wir konnten jediglich die aufräumarbeiten begutachten.
Somit führte uns der Weg weiter ins Stockmann Center, welches auch ein Kino anliegend hat. Im Lebensmittel Laden dort gab es sehr viele Amerikanische Importsachen. Da wir ein wenig Hunger verspürt haben sind wir in das Restaurant ins obere Stockwerk gegangen. Dies hat uns auf den ersten Blick schon gefallen. Es handelte sich um ein Selbstbedienungsrestaurant wie es des öfteren in Geschäften in Deutschland anzufinden ist, nur in besser.
Die Preise waren dennoch ganz ok. Hier möchte ich auf jedenfall wiederkommen und die günstigen auf Wunsch zubereiteten Pankakes probieren.Besonders hat mir es ein Desserts angetan, welches ich nicht bestimmen konnte, aber bestimmt der Nachtisch war, den ich je gegessen hatte. Es Bestand aus zwei sich abwechselden Schichten, wobei die dunkle ein wenig fester war. Also wenn ihr in Riga seid, auf jedenfall mal testen und mir berichten was es köstliches war.
Wir hatten uns noch für den Abend mit Hans verabredet und sind mit proviant bewaffnet später zu ihm rüber, er wohnt im Haus nebenan im 10 Stockwerk(lettische Stockwerke). Wir stellten fest, das bei ihm alles im besten Zustand war und er sogar einen Herd und Küchenschränke hat ! Leider ist er ganz allein im Wohnbereich der ebenfalls aus 3 doppelzimmern mit gemeinsamer Küche, bad, Dusche besteht.
Unser Wohnheimkomplex von seiner schönen Seite.
Unser Zimmer ist im vorderen Haus ganz unten an der Ecke links neben dem Balkon.

Wir haben es zum Glück noch passend vor 0:30 in unser Haus zurückgeschafft.
Sonst hätten wir wohlmöglich die Nacht draußen verbringen müssen.
Von zwei unserer Mitstudenten (Spanier, Türke) wird das Wohnheim auch Gefängnis genannt, da man nicht frei über seinen auffenthalt bestimmen kann.
Dies wurde auch durch ein Aktion später bestätigt. Plötzlich hörten wir wie Leute in unseren Flur kamen und wenig später durch unser "Küchen"fenster aus diesem "Gefängnis" geflüchtet sind, wohl da hier Ausgangssperre herscht.
Nachdem wir das offene Fenster wieder geschlossen hatten, haben wir uns vorgenommen, jeden Abend den Flur abzuschließen.

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